14.05.2009

Hungerstreik der Milchbäuerinnen

Milch ist kein Discountprodukt, das zumindest fordern die Milchbauern, die ja schon im letzten Jahr in Streik gegangen sind. Bisher werden die Supermärkte noch beliefert, aber wann kommt die  nächste Blockade?

Wenn man es ganz genau nimmt, ist der nächste Streik schon seit Montag in vollem Gange, denn genau an diesem Tag positionierten sich rund 200 Vertreterinnen des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter vor dem Bundeskanzleramt.

Hungerstreik der Milchbäuerinnen

Sie fordern eine Senkung der Milchquote, um in Zukunft von ihrem Beruf wieder leben zu können. Die sei bisher einfach zu hoch, um einen für die Erzeuger vernünftigen Preis zu gewährleisten. Im Moment bekämen die Milchbauern nach eigenen Angaben nur die Hälfte des eigentlich nötigen Preises, das sind gerade einmal 20 statt 40 Cent pro Liter. Die Verzweiflung der Milchbäuerinnen zeigt sich nicht nur in dem mittlerweile eingesetzten Zwangsmittel des Hungerstreikes, sondern auch in der Tatsache, dass viele von ihnen es sich eigentlich nicht leisten können, ihren Hof und ihre Familie über mehrere Tage allein zu lassen. Wann wird Angela Merkel nachgeben und wenigstens einen Schritt auf die Bauern zugehen? Weit hätte sie es in Metern gemessen nicht. Politisch und wirtschaftlich sollte die zurückzulegende Strecke allerdings wesentlich länger und beschwerlicher sein.

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