Angesicht von Krisen der Banken und Firmen wie Opel fristet die Landwirtschaft hierzulande eine Schattendasein. Aber auch vor ihr macht die Wirtschafts- und Finanzkrise keinen Halt und zwingt zahlreiche Landwirte in die Knie.
Nun forderte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer Bundeskanzlerin Angela Merkel zumindest im Streit um die Milchpreise die Initiative zu übernehmen und in einem Agrar-Gipfel zur Lösung der gesamten Problematik beizutragen. Die niedrigen Preise für Milchprodukte lassen letztendlich kaum eine Gewinnspanne für die Bauern, die in Zeiten des Milchstreiks sogar dazu neigten die Milch eher wegzukippen als in den Verkauf zu bringen. Zu solch drastischen Ereignissen soll es möglichst nicht erneut kommen, weshalb Horst Seehofer zur Unterstützung der Landwirtschaft aufrief.
Bislang hat jedoch Angela Merkel in den Auseinandersetzungen keine Stellung genommen. Kaum verwunderlich angesichts der Tatsache, dass sie auch innerparteilich aufgrund der Steuerpläne für die Zeit nach der Bundestagswahl 2009 unter Druck gerät. Eine zweite Baustelle dieser Art, insbesondere im Zwist mit der Schwesterpartei CSU, kann sich selbst die CDU nicht erlauben.