16.02.2011

Zur CSU Kritik an Four Lions: Darf man Islamisten auslachen?

„Four Lions“ ist der erste Film, der islamistische Selbstmordattentäter zu Helden einer britischen Satire macht. Aber manchmal tut es eben gut, wenn man dem größten Schrecken mit einem Witz begegnen kann. Leider kann die bayrische CSU dieser Idee nichts abgewinnen…

Der britische Comedian Chris Morris tut mit seinem Regiedebüt “Four Lions” genau das, was sich vor ihm noch niemand gewagt hat: Er erzählt in seiner Satire die wahnwitzige Geschichte vier extremistischer Muslime in den englischen Midlands. Diese vier wollen der Arroganz der westlichen Kultur mit einem Anschlag eine gehörige Lektion erteilen. Das wäre an sich eigentlich gar nicht so lustig, wenn die vier nicht komplett unfähig und ziemliche Trottel wären.

So fliegen zwei von ihnen aus einem pakistanischen Ausbildungslager, weil sie mit einer Panzerfaust alles anstellen, außer das eigentliche Ziel zu treffen. Der Dritte trainiert bemerkenswerterweise Krähen als Bombenkuriere. Und der Vierte, ein nicht-arabischstämmiger Konvertit, plant ein Selbstmordattentat…

Während Regisseur Chris Morrison mit seiner urkomischen Islamistensatire den gegenwärtigen Terrorismus wirklich zu keiner Zeit verherrlichen möchte, sondern lediglich zeigt, dass man dem größten Schrecken auch mit viel Humor und Witz begegnen kann, sah die bayrische CSU in “Four Lions” eine große Gefahr.

So äußerte sich CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer in der Presse kritisch und fordert sogar die Islamistensatire- trotz weltweit überragender Kritiken, wegen der aktuellen Terrorgefahr nicht zu zeigen, weil es “Öl ins Feuer gießen könnte“…

Nichtsdestotrotz startet der ach so “gefährliche” Film “Four LionsEnde April in unseren Kinos. Reingehen lohnt sich!

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